Für Retailer entsteht dadurch eine zusätzliche kommerzielle Ebene im Store. Digitale Screens ermöglichen es, Botschaften gezielt auszusteuern, Kundendaten machen Kampagnen relevanter und Marken werden genau dort sichtbar, wo Entscheidungen entstehen. So wird der physische Store zu einem wertvollen Kanal innerhalb der Customer Journey.

Die Frage lautet: Wie baut man ein Retail-Media-Netzwerk auf, das langfristig performt?

Die Basis liegt im Store. Strategie, Screens, Content, Technologie, Vermarktung und Support müssen sinnvoll ineinandergreifen. Wer diese Grundlagen von Anfang an klar gestaltet, schafft ein Netzwerk, das skalierbar, zuverlässig und kommerziell attraktiv ist.

1. Starten Sie beim Verhalten der Shopper

Ein gutes Retail-Media-Netzwerk beginnt mit einem genauen Blick auf die Verkaufsfläche. Wo betreten Shopper den Store? Wo verweilen sie länger? Wo werden Entscheidungen getroffen? Und an welchen Momenten kann eine Botschaft echten Mehrwert schaffen?

Diese Erkenntnisse zeigen, wo Medienwert entsteht. Ein Display im Schaufenster hat eine andere Funktion als ein Screen an der Kasse. Ein Bildschirm in der Nähe einer Produktkategorie braucht anderen Content als ein Display am Eingang. Jeder Touchpoint gewinnt seinen Wert durch Ort, Timing und Kontext.

Für den Rollout bei Kruidvat, einem führenden Health-and-Beauty-Retailer und Teil der A.S. Watson Group, analysierte First Impression mehr als 800 Stores. Dabei ging es um Laufwege, Sichtachsen, Stromanschlüsse, Netzwerkpunkte und Montageoptionen. So entsteht eine Screen-Strategie, die zur Realität jedes einzelnen Standorts passt.

Retail Media beginnt also auf der Fläche. Beim Verhalten, bei der Aufmerksamkeit und bei den Momenten, in denen Shopper empfänglich sind.

2. Geben Sie jedem Screen eine klare Rolle

Sobald die wichtigsten Momente im Store klar sind, bekommt jeder Screen eine eigene Aufgabe. Schaufensterdisplays ziehen Aufmerksamkeit von der Straße auf sich und bringen Menschen in den Store. In-Store-Displays unterstützen Inspiration und Promotion. Category Displays befinden sich nah am Kaufmoment. Kassenscreens nutzen Wartezeit und Wiederholung. Audio kann Kampagnen zusätzliche Reichweite im gesamten Store geben.

So entsteht ein Netzwerk, in dem jeder Screen zum Gesamterlebnis beiträgt. Die Stärke liegt in der Kombination aus Sichtbarkeit, Timing und Relevanz. Daraus entsteht eine wertvolle Gesamtfläche mit einem starken Business Case für Advertiser.

Für SPAR, eine internationale Convenience-Supermarktkette, entwickelte First Impression ein Retail-Media-Netzwerk mit unter anderem Schaufensterdisplays, Kassenscreens und FoodClub-Displays. Inzwischen sind mehr als 285 Stores ausgestattet, zusätzlich erhielten 170 Tankstellen ein Schaufensterdisplay. In Spitzenzeiten wuchs der Rollout auf mehr als 100 Installationen pro Monat.

Das zeigt, wie wichtig Skalierbarkeit ist. Ein Retail-Media-Netzwerk muss in einem einzelnen Store funktionieren und problemlos auf Hunderte Standorte mitwachsen.

3. Behalten Sie die Kontrolle über Content

Sobald das Netzwerk steht, wird Content zum Motor. Kampagnen müssen am richtigen Ort, im richtigen Kontext und zum richtigen Zeitpunkt ausgespielt werden. Dafür braucht es ein smart eingerichtetes CMS, mit dem Content geplant, segmentiert, verteilt und ausgewertet werden kann.

Für Retailer zählt vor allem die Balance. Retail-Media-Kampagnen laufen neben eigener Markenkommunikation, Servicebotschaften und lokalem Store-Content. Diese Mischung bestimmt, wie relevant sich das Netzwerk für Shopper anfühlt und wie wertvoll es für Advertiser wird.

Bei SPAR wird das Contentmanagement über die Softwareplattform LDSK gesteuert. Dadurch lässt sich Content auf verschiedene Store-Formate wie SPAR highway, SPAR city und SPAR FoodClub abstimmen. Gleichzeitig entsteht zentrale Kontrolle darüber, welcher Content wo läuft.

Gute Contentsteuerung bringt Ruhe in eine dynamische Umgebung. Shopper sehen eine logische Botschaft. Retailer behalten die Kontrolle. Advertiser erhalten einen professionellen Kanal.

4. Machen Sie das Netzwerk kommerziell attraktiv

Ein Retail-Media-Netzwerk gewinnt an Wert, sobald Advertiser genau verstehen, was sie einkaufen können. Sie möchten Einblick in Reichweite, Standorte, Formate, Timing, Kontext und Reporting. Je klarer das Angebot, desto einfacher lassen sich Kampagnen planen und bewerten.

Deshalb braucht Retail Media auf Digital Signage klare Medienprodukte. Dazu gehören Kampagnenpakete, Content-Guidelines, verfügbare Screentypen, Reporting-Vereinbarungen und ein klares Vermarktungsmodell. So bekommt die Verkaufsfläche eine professionelle Rolle im breiteren Retail-Media-Mix.

SPAR zeigt, wie diese Professionalisierung aussieht und wie Retail Media weiterwächst, mit den digitalen In-Store-Screens von First Impression als Teil der Infrastruktur. Ab 2026 übernimmt RetailMedia.One die Rolle des kommerziellen Vermarktungspartners. Über MyAdbooker ist das Netzwerk für direkte und programmatische Kampagnen verfügbar.

So erhält die Verkaufsfläche eine starke Position im Retail-Media-Ökosystem, in dem Technologie, Content, Adtech und Vermarktung zusammenkommen.

5. Sorgen Sie dafür, dass das Netzwerk läuft

Ein Retail-Media-Netzwerk muss Tag für Tag liefern. Kampagnen müssen live sein, Screens müssen funktionieren und Content muss pünktlich wechseln. Gerade bei Netzwerken mit Hunderten Standorten ist Zuverlässigkeit entscheidend.

Deshalb verdient die technische Basis schon in der ersten Konzeptphase volle Aufmerksamkeit. Displays, Player, Netzwerkverbindungen, Montage, Security, Remote Management, Monitoring und Support müssen als ein System funktionieren. Für Store-Teams soll es einfach wirken. Hinter den Kulissen muss alles sauber organisiert sein.

Bei Primera, einem Convenience-Retailer mit starker lokaler Präsenz, werden inzwischen mehr als 1.000 Displays zentral über das Network Operations Center von First Impression überwacht. Das schafft Kontrolle über Uptime, Performance und Incidents. Auch der Rollout ist smart aufgebaut. Mit der Smart-Deployment-Methode von First Impression werden Displays vorkonfiguriert, Installateure klar instruiert und Standortdaten zentral erfasst. So bleibt Qualität auch bei schnellem Wachstum beherrschbar.

Retail Media wächst als Ökosystem

Ein starkes Retail-Media-Netzwerk steht und fällt mit dem richtigen Zusammenspiel aus Strategie, Screens, Content, Adtech, Vermarktung und Support. First Impression richtet diese In-Store-Basis smart ein. Anbieterunabhängig, skalierbar und abgestimmt auf Format, Standort und Ambition.

So wird Retail Media zu einem Kanal, der dauerhaft performt. Für Retailer, Advertiser und Shopper.

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